KSAB-Auflösung prüfen ist der richtige Weg

Die FDP Aarau unterstützt den Entscheid des Stadtrats, die Auflösung der Kreisschule
Aarau-Buchs vertieft zu prüfen. Für sie ist klar: Die bestehenden Strukturen stossen
zunehmend an ihre Grenzen – gleichzeitig muss der Schulbetrieb auch in einer
Übergangsphase stabil und verlässlich gewährleistet bleiben.

Die FDP Aarau begrüsst den Entscheid des Stadtrats, die Auflösung der Kreisschule Aarau-
Buchs (KSAB) im Rahmen der Motion vertieft zu prüfen. Dieser Schritt ist richtig und
notwendig, um die Schulstrukturen langfristig tragfähig weiterzuentwickeln. Die letztjährige
Budgetabstimmung, die Rückmeldungen aus der Strukturreform sowie auch die Erfahrungen
der vergangenen Woche zeigen deutlich, dass die heutige Organisationsform an ihre
Grenzen stösst. Vor diesem Hintergrund ist es konsequent, auch alternative Modelle zu
prüfen – insbesondere eine Auflösung der KSAB mit eigenständiger Führung der Schulen in
den Gemeinden und einer Zusammenarbeit auf Vertragsbasis in ausgewählten Bereichen.
Auch mit Blick auf eine mögliche Fusion mit Unterentfelden könnte eine neue, zukunftsfähige
Organisationsform ohnehin erforderlich werden. Ziel bleibt dabei langfristig eine einfachere
und klarere Struktur im Sinne einer „Schule Aarau“. Die FDP Aarau wird sich dafür einsetzen,
dass dieser Prozess mit klarer Zielsetzung, politischer Verantwortung und Augenmass
erfolgt.


Es braucht eine starke Schule – heute und morgen
Gleichzeitig braucht es nun eine starke Schule – heute und in den kommenden Jahren
weiterhin auch im Rahmen der KSAB. Denn eine allfällige Auflösung der KSAB erfolgt nicht
kurzfristig. Vielmehr ist von einer mehrjährigen Übergangsphase auszugehen, die eine
stabile und verlässliche Führung voraussetzt. Viele positive Anstrengungen sind
diesbezüglich in den vergangenen Monaten erfolgt. Das „Schiff“ KSAB muss auch in dieser
Phase auf Kurs gehalten werden. Es braucht qualifiziertes Führungspersonal und Kontinuität
– ein Abgang von Schlüsselpersonen wäre in der aktuellen Situation kontraproduktiv.
Unabhängig von den strukturellen Diskussionen muss der Schulbetrieb jederzeit stabil,
verlässlich und in hoher Qualität sichergestellt werden.
 

Schulbetrieb nicht weiter gefährden
Die Ereignisse der vergangenen Woche haben die KSAB in eine unnötige Instabilität geführt.
Meinungsverschiedenheiten zwischen den Verbandsgemeinden sind legitim und müssen
untereinander offen ausgetragen werden können – sie dürfen aber nicht auf dem Rücken von
Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und Eltern erfolgen. Wer politische Verantwortung
übernommen hat, ist gefordert, diese auch in schwierigen Phasen wahrzunehmen. Die FDP
Aarau appelliert deshalb an alle Beteiligten, die strukturpolitische Debatte klar vom laufenden
Schulbetrieb zu trennen, bei welchem sich tagtäglich viele Menschen zum Wohle der Schule
einsetzen, und weiterhin Stabilität sowie Kontinuität zu gewährleisten – heute und während
der gesamten Übergangsphase. Im Zentrum stehen die Schülerinnen und Schüler, die
Lehrpersonen sowie die Eltern.

Kontakt für Rückfragen:
Nicola Sollberger, Co-Präsident FDP Aarau
Luca Rüegg, Co-Präsident FDP Aarau