KIFF: Kulturtempel tragbar machen

Das KIFF ist ein kultureller Leuchtturm in Aarau. Für die FDP Aarau ist jedoch klar: Ein mit
Millionen an Steuergeldern finanzierter Kulturbau darf nicht zum dauerhaft subventionierten
Kulturtempel werden. Es braucht eine konsequente Professionalisierung und eine verstärkte
kommerzielle Nutzung. Kulturpolitisches Engagement und finanzielle Verantwortung gehören
untrennbar zusammen.

Die FDP Aarau bekennt sich klar zum KIFF als bedeutende Kulturinstitution. Es ist in der
Bevölkerung fest verankert und prägt das kulturelle Profil der Stadt entscheidend. Mit dem
Projekt KIFF 2.0 werden jedoch neue Dimensionen erreicht – nicht zuletzt bei den Kosten:
Der Bau wird weiter teurer. Die inzwischen über 30 Millionen Franken schwere und
weitgehend öffentlich finanzierte Konzerthalle bringt damit nicht nur kulturelle Chancen,
sondern bedeutende finanzielle Risiken mit sich.


Nach den wiederholten finanziellen Herausforderungen im Bauprojekt braucht es eine klare
Kurskorrektur im Betrieb. Es darf nicht sein, dass die Stadt Aarau nach der Bauphase
anschliessend auch im Betrieb eine faktische Defizitgarantie übernehmen muss.


Kommerzielle Nutzung konsequent ausbauen
Der Handlungsbedarf wird im Vergleich deutlich: Die Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn, die
mit deutlich tieferen Investitionen realisiert wurde, erzielt jährlich rund 95’000 bis 100’000
Besuche. Das KIFF hingegen rechnet für den Neubau trotz vergleichbarer Kapazitäten
lediglich mit rund 70’000 Gästen.

Damit nach der Eröffnung 2027 kein Missverhältnis zwischen Investition und Auslastung
entsteht, ist eine klare betriebliche Neuausrichtung zwingend. Es braucht professionelle
Strukturen und ein gezielter Ausbau kommerzieller Veranstaltungen, um die Besucherzahlen
zu steigern, zusätzliche Einnahmen zu generieren und die Abhängigkeit von der öffentlichen
Hand zu reduzieren.

Keine Dauerbelastung für die Steuerzahler
Die FDP Aarau fordert deshalb, dass das KIFF 2.0 personell und strukturell so aufgestellt
wird, dass es langfristig auf unternehmerischem Erfolg basiert. Kulturförderung ja – aber
nicht um den Preis einer Dauerbelastung für die Steuerzahler. Nur mit einer konsequenten
Professionalisierung und Kommerzialisierung bleibt das KIFF ein tragbarer Leuchtturm statt
ein kostspieliger Kulturtempel.


Kontakt für Rückfragen:
Nicola Sollberger, Co-Präsident FDP Aarau
Luca Rüegg, Co-Präsident FDP Aarau